Forschungsdatenmanagement und Datenschutz in den Sozialwissenschaften
Das Archivieren und Teilen von Forschungsdaten gewinnt aktuell stark an Bedeutung. Data Sharing erhöht die Effizienz von Forschungsaktivitäten, führt zu mehr Nachhaltigkeit von investierten Fördermitteln und trägt zu mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Forschungsergebnissen bei. Sowohl von Fördergebern als auch von Fachjournals wird zunehmend gefordert, dass Forschungsdaten zur Nachnutzung archiviert und frei zugänglich gemacht werden. Auf der anderen Seite haben zugleich mit der zunehmenden Erwartung in Richtung Open Data die Anforderungen an Forschungsethik und Datenschutz stark zugenommen (Stichwort DSGVO). Insbesondere in den Sozialwissenschaften stellen Forschungsdaten in der Regel Informationen über Menschen dar, bei deren Erhebung, Analyse, Aufbewahrung und Verbreitung ethische und datenschutzrechtliche Aspekte zu beachten sind. Dies beinhaltet unter anderem den korrekten Umgang mit personenbezogenen - Daten. Die Herausforderung ist daher, die Anforderungen von Open Science mit jenen des Datenschutzes zu vereinbaren.
Der Workshop befasst sich zum einen mit den Instrumenten des Forschungsdatenmanagements (FDM), um Daten zugänglich und nachnutzbar zu machen. Zum anderen beschäftigt sich der Workshop ausführlich mit dem Schutz personenbezogener Daten und gibt eine Übersicht über die zu beachtenden rechtlichen Grundlagen.
Anhand von praktischen Beispielen beleuchtet der Workshop die verschiedenen Strategien zur Vereinbarkeit von Data Sharing und Datenschutz (z.B. Informierte Einwilligung, Anonymisierung, Zugriffsbeschränkung) und zeigt damit sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen eines offenen Datenzugangs auf.
Zielgruppe: Forschende, Lehrende und Studierende aus den Sozialwissenschaften
Workshopleiter:innen: Otto Bodi-Fernandez, Manuela Postl, Nadine Probst
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